Hoher Vitaminbedarf durch Sport

Als weitere Gruppe mit einem hohen Vitaminbedarf bzw. mit einem erhöhten Risiko eines Vitaminmangels sind alle sportlich aktiven Menschen anzusehen: Bei einem bestimmten Grad von Energieumsatz kommt es im Körper unvermeidlich zu einer vermehrten Produktion vitaminzehrender freier Radikale.

Aufgrund von Umweltverschmutzung, Lebensmittelbelastung mit chemischen Schadstoffen u.ä. ist unser körpereigenes Reinigungssystem meist schon so weit ausgelastet, dass es diese zusätzliche Radikalen-Belastung nicht mehr ausgleichen kann. So führt der Drang nach Fitness und Gesundheit paradoxerweise zu schnellerem Altern.

Biochemisch gesehen ist Altern nichts anderes als Oxidation von bestimmten Körperverbindungen, die dadurch ranzig werden“oder zu „rosten“ beginnen. So führt die Oxidation der elastischen Fasern der Haut zum Beispiel dazu, dass diese faltig wird. Auch die sogenannten Altersflecken sind nichts anderes als Ablagerungen von Pigmenten, die infolge von Oxidation durch aggressive freie Radikale gebildet werden. Nur wenn die Aktivität der freien Radikale durch eine erhöhte Zufuhr antioxidativer Vitamine gebremst wird, erleidet der Organismus keinen Schaden.


Von diesen Gefahren sind vor allem die Hochleistungssportler betroffen: Sie gehen bis an die biologischen Leistungsgrenzen und gelangen regelmäßig in den Bereich der Sauerstoffnot im Gewebe, was die Bildung der freien Radikale begünstigt. In der Praxis allerdings ist diese Gruppe weniger gefährdet, denn es handelt sich druchwegs um Profis, für die eine hochdosierte Vitamin- und Mineralstoffzufuhr als unverzichtbare Maßnahme längst zur Gewohnheit geworden ist. Es betrifft viel mehr den Amateur-Hochleistungssportler, der diese Situation aus Unwissenheit enorm unterschätzt.